
Buch zum Film - oder andersrum... - Eigentlich bin ich kein Freund von solchen Agreements.Denn den Film Mythos Rommel, der ARD-Dreiteiler und auch das Buch sind vom selben Autor, Remy.Allerdings bin ich hier positiv überrascht.Im Buch werden noch einige Stellen aus Rommels Leben ausgeleuchtet und konkretisiert, die im Film ausgelassen wurden. Verständlich, denn Rommels Tun und Handeln erfordert mehr, als 2 1/2 Stunden Film umsetzen könnten.Das Buch ist gut geschrieben, leicht verständlich. Und auch für Nicht-Historiker sehr spannend. Rommel war und ist der beliebteste General des Zweiten Weltkriegs - auch das greift das Buch auf.FAZIT:Sehr zu empfehlen. Auch die Dokumentation mit selben Namen ist gut gemacht!
Zweifellos eine gute (psychologische) Analysierung - Es ist entsetzlich, wenn man die Leute fragt Kennen sie einen Mann namens Rommel? und die meisten antworten Nein. Wie kann man do eine Person vergessen? Für ihn ging Leben über Befehl (nicht wie Friedrich Paulus, 6. Armee Stalingrad (der hies doch Friedrich oder?)) und er stellte sich gegen Hitler, obwohl er ihn verehrte, weshalb er noch nicht als Nazi zu bezeichnen ist. Rommel war schon im 1. Weltkrieg aktiv, erhielt den Pour le Mérite, verweigerte aber die Generalstabsausbildung. Hitler gab ihm 1940 den befehl über die 7. Panzerdivision in Frankreich und seitdem war Rommel von Hitler gefangen. Nach Frankreich ging es nach Nordafrika. Dort hätte er 2mal seinen posten verlieren können, doch hier zeigte Hitler sich als wertvoll. Er wollte während der krise von Tobruk gar nicht über eine Absetztung Rommels nachdenken. Aber auch er war dem Diktator nützlich, hielt die hoffnungen des deutschen Volkes und war perfekt für die propaganda. Aber er war nicht als Wüstenfuchs nach Afrika gekommen. Vor Tobruk musste er Lehrgeld zahlen. Und das mussten seine Soldaten übernehmen. Am Anfang schickte er sie in Tobruk blindlings in den Tod. Ohne das Gelände und die verteidigung zu erkunden griff er tobruk an. Vom 8. MG-Batallion überlebten nur 200 von 900 Mann. Die Restlichen waren tot, verwundet, oder in gefangenschaft. Danach allerdings war es ihm wichtiger seine Soldaten zu schützen. Er hatte sich verändert, was sogar Hitler auffiel. Die (Zitat) vorwärts peitschende Energie.... des jungen Leutnants Vorwärts (Name Rommels auf der Militärschule ungefähr 1922)... war einer tieferen, menschlichen Einsicht gewichen. Die Pläne von Rommel den Amis und Briten die franz. Front zu öffnen zeigen, wie tief er im Wiederstand verstrickt war. Ich möchte jetzt allerdings noch auf einen rezensenten eingehen. Er sagte die Deutschen hätten ein LKW voll Wasser rübergefahren und später zwei mit Lebensmitteln zurückbekommen und dass Rommel die Soldaten immer schützte. Das war nicht immer so. Ich möchte an Tobruk erinnern. Es war ein sinnloses verheizen der Soldaten und Panzer. Er schickte sie in den Tod, um seinen Zielen gerecht zu werden. Wo war da die menschliche Energie? Zu diesem Zeitpunkt ist er, das muss man sagen, grob fahrlässig mit seinen Soldaten umgegangen.Das ist denen zu empfehlen, die sich für Erwin Rommel interssieren. Ein sehr gut gezeichnetes Bild.
Objektives Bild des Feldherrn und Hitlerverehrers - Erwin Rommel – Ein Name. Ein Mythos. Bis heute scheiden sich die Geister ueber den genialen Schlachtenlenker. War er Mittaetter Hitlers Verbrechen oder eher Widerstaendler gegen den Diktator? Maurice Philip Remy kommt zu dem Schluss in seiner Rommelbiographie: Der Feldmarschall war beides in einer Person. Jedes Mal wenn der Autor aufs Neue das Heldenbild bereits skizziert, laesst der Remy diesen Mythos wieder einstuerzen. Die ausgewogene Mischung zwischen Taeter und Opfer Rommel ist Remy sehr gut gelungen. Sicher gibt es hier und da ueberzeichnete Bilder vom ‘Wuestenfuch’. Diese tragen aber dem damaligen Ansehen des Generalfeldmarschalls Rechnung. Rommel war gefangen. Gefangen von Hitlers Persoenlichkeit. Bis zu seinem Tode scheint er nicht mit dem Diktator gebrochen zu haben. Wenn Rommel die Moeglichkeit erkannte, dann nutzte er sie sowohl nach vorn wie auch nach hinten – mit oder gegen Befehle: “Obwohl der Oberbefehlshaber der 4. Armee, Generaloberst Hans Guenther von Kluge, ausdruecklich befohlen hatte: ‘ Kein Durchbruch’, konnte Rommel nicht widerstehen… Rommel entschloss sich, den Ueberraschungserfolg durch einen Vorstoss tief ins Feindesland zu kroenen.” Oder: “Entgegen allen Befehlen entschloss sich Rommel am 31. Maerz 1941, von El Agheila aus den Vormarsch in die Cyrenaika auf eigene Faust fortzusetzen. Das war ein klarer Akt des Ungehorsams gegen das Oberkommando des Heeres.”Der Autor schafft es durch seine kritische Darstellung ein objektives Bild von Rommel zu geben: “Unfreiwillig und wohl auch ohne es jemals wirklich erkannt zu haben, wurde Rommel so zum Komplizen eines moerderischen Regimes. Das stellt seine Taten und Leistungen als Feldherr in den Schatten der Verbrechen – aber es ist keine individuelle Schuld. Die Entscheidung seines Gewissens bleibt davon unberuehrt.”Als Quintessenz der Biografie bleibt der viel zitierte Ausspruch, den Remy fuer Rommel gefunden hat: “Waehlte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre brachte.”
Ein fabelhaftes Buch - Auch wenn dieses Buch schon so viele positive Rezensionen erhalten hat, ich möchte ihm meine fünf Sterne nicht verweigern: Mythos Rommel beschreibt die Geschichte von einem der größten Feldherren des zweiten Weltkrieges. Die Geschichten vom Wüstenfuchs sind den meisten hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist, dass Rommel um ein Haar als derjenige in die Geschichte eingegangen wäre, der den Krieg im Westen beendete. Aber das Schicksal wollte es anders ...
Bemerkenswert! - Der Autor hat mit diesem Buch ein Werk über eine bedeutende Person des Zweiten Weltkrieges geschrieben, welches nicht nur durch eine unglaubliche Menge an Fakten, sondern auch durch die leichte Lesbarkeit besticht.In diesem Buch wird Rommels Kindheit, sein Aufstieg beim Militär, seine Schlachten und seine Gedanken zu Hitler und dem Krieg beschrieben. Zusätzlich treten Zeugen auf und schildern Rommels Handeln und seine Verfassung.In allem ein lobenswertes Buch, welches in keinem Bücherregal fehlen sollte!